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Moëhr

Parfumeur du Grand Hôtel depuis 1881

Konzept, Text und Gestaltung: Christof Hoerler

Als ich die unglaubliche Geschichte von Moëhr hörte, wurde mir schnell bewusst: Dies würde eine der spannendsten Lancierungen im Spitzenhaus werden.

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Moëhr ist eine Marke, die tief in der Luxushotellerie und -gastronomie verwurzelt ist und uns zurück ins Jahr 1881 führt. Nun aber der Reihe nach.

1881 markiert den Wendepunkt der Luxushotellerie, wie wir sie heute kennen. César Ritz – ein in jungen Jahren im Kanton Wallis wegen Faulheit von der Schule genommener Schweizer – wird 1881 mit der Leitung des Grand Hotel de Monte Carlo betraut.

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Letzter Standord der Parfumerie und Distillerie N. Moëhr
Moëhr ist eine Marke, die tief in der Luxushotellerie und -gastronomie verwurzelt ist und uns zurück ins Jahr 1881 führt

Das ehrgeizige Ziel: Die Hotellerie so rigoros umzubauen, dass Gastlichkeit komplett neu gedacht wird. Ritz implementiert seine Vision der modernen, neuen Luxushotellerie, die in seinen Augen auf die Expertise exzeptioneller «Handwerker» ihres Fachs gründet. Er betraut seinen Freund, den Chefkoch Georges Auguste Escoffier – die später prägendste Figur der französischen Haute Cuisine –, mit der kulinarischen Leitung des Hotels. Hinzu kommen ein Schreiner, ein Florist, ein Schneider für Masskonfektion, ein Schuhmacher – und der Schweizer Parfumeur Nestor Moëhr. Also ein «Gesamtpaket des Erfolges».

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Das Team der damaligen Parfumerie Nestor Moëhr

Nestor Moëhr beginnt unter den Arkaden des Grand Hotel de Monte Carlo, für seine erlesene Kundschaft nebst anderen Dienstleistungen eines Friseurs Parfums zu kreieren. Schnell verbreitet sich sein hervorragender Ruf über die Grenzen des Fürstentums hinaus.

Und selbst als Ritz Monaco verlässt, um 1898 das nach ihm benannte Hotel Ritz in Paris zu eröffnen, entschliesst sich Moëhr, im Fürstentum zu bleiben. Dieser Entscheid hat dem Ruf und dem Erfolg keinen Abbruch getan, was schlussendlich in die Kreation seines eigenen Maisons «La Parfumerie de Monte Carlo» mündete.

Erst nach der plötzlichen Schliessung des Grand Hotels kommt es zu einer Pause in der Geschichte von Moëhr. Einer etwas über hundertjährigen Pause, genauer gesagt – bis die Brüder Vincent und Nicolas Poylo die Marke aus ihrem Dornröschenschlaf wecken.

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Vincent und Nicolas Poylo

Selber in Monaco aufgewachsen und mit der Liegenschaft des ehemaligen Grand Hotel de Monte Carlo stark verbunden (die Familie besitzt einen Teil der Liegenschaft, die heute kein Hotel mehr ist), waren die beiden von klein auf quasi Teil der Geschichte von Moëhr. Die Brüder sind mit Hotellerie und Spitzengastronomie eng verbunden und so faszinierte sie die Geschichte. Nach der ersten Idee 2023 begannen sie jahrelange Recherchen und schließlich gründeten sie Moëhr.

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Spitzenhaus - Erster offizieller Verkaufspunkt
Die Kreationen tragen Namen von imaginären Hotelgästen, alle inspiriert von Darstellern in historischen Lieblingsfilmen der beiden Brüder.

Vincent war damals als Koch an der Seite des Drei-Sterne-Kochs Mauro Colagreco von der Mirazur-Gruppe. Kulinarik auf höchstem Niveau hat ihn geprägt und sie ist in der DNA der Marke Moëhr fest verankert. So ist es nur folgerichtig, dass jede einzelne der sechs Parfumkreationen in irgendeiner Weise einen Gourmand-Charakter hat. Die Brüder bezeichnen sie gerne als «Gourmet-Düfte».

Wer nun an laut-ordinäre, süsse Zuckerbomben denkt, liegt gänzlich falsch. Viel eher besticht jede einzelne der Kreationen durch ihre Subtilität und Eleganz als durch eine schreierisch-laute Silage. Die Düfte haben eine Art «Roten Faden», der sich durch sämtliche Kreationen zieht und etwas an die DNA des klassischen Kölnisch Wassers erinnert, ohne dabei «wie von gestern» zu wirken.

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Bei der Technologie der Kreationen setzt Moëhr auf die Expertise von Mane – einem französischen Rohstoff- und Parfumproduzenten mit internationalem Renommee. Das Spezialgebiet des Unternehmens ist das Superkritische Extrationsverfahren, bei dem mit flüssigem CO2 unter hohem Druck Duftmoleküle aus natürlichen Rohstoffen schonend und ohne Einwirkung von Hitze extrahiert werden können. Zudem entwickelte der französische Hersteller mit Jungle Essence™ ein patentiertes Verfahren, mit dem stabile, einzigartige Rohstoffe für die Kreation von Düften und Aromen erzielt werden. Das Verfahren gilt als grüne Alternative in der Branche, da auf petrochemische Mittel verzichtet werden kann. Es bringt sowohl natürliche Aromen und Duftstoffe als auch exotische oder völlig neue Duftrichtungen hervor. Das Resultat sind präzise und stabile «Blaupausen» des Ausgangsstoffes.

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Über die Jahre der Recherche und des Zusammentragens von Artefakten entstand ein Flakondesign, das stark von der Ästhetik des «Hotelsilbers» geprägt ist. Man hat sich für eine Zamak-Kappe (Zink-Legierung) entschieden, die wiederum Bezug auf den damaligen Bartresen des Hotels aus Zinkblech nimmt. Der Glasflakon wird von einer Glashütte in Venetien in Handarbeit hergestellt. Abgerundet wird das Erscheinungsbild durch die Kalligrafieschrift des jungen mexikanischen Künstlers Esteban Fuentes de María.

Ich stelle fest: Hier waren zwei verspielte Perfektionisten am Werk, um eine so wunderbare Wiedergeburt einer Ikone in der Gegenwart für uns erleb-, spür- und tragbar zu machen.

Moëhr ist gemacht für Connaisseure, die ein antizyklisches Statement setzen möchten. Als Kontrapunkt zum Trend der lauten, nicht nachhaltigen, oft «geschichtslosen» Kreationen.

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Moëhr ist in Zürich angekommen

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